Es ist wieder soweit, heute heißt es bereits zum dritten Mal in den letzten Jahren: Saftkur bzw. Saftfasten! Bei jedem mal sind neue Erkenntnisse und Erfahrungen hinzu gekommen, die ich hier einmal zusammenfassen möchte. Solltest du also auch mit dem Gedanke spielen das Saftfasten auszuprobieren, dann wünsche ich dir viel Erfolg mit meinem „Mini-Saftkur-Guide“.

Wie bin ich auf das Saftfasten aufmerksam geworden?

Es muss so ein „Rumgammel-Samstag“ gewesen sein. Ich stöberte bei Amazon Prime nach Dokus und bin dort  auf „Fat, Sick & Nearly Dead“ aufmerksam geworden. „Der amerikanischen Dokumentarfilm, begleitet den Australier Joe Cross auf seiner 60-tägigen Reise durch die Vereinigten Staaten, auf der er mittels einer Saftdiät seine Gesundheit zurückerlangt.“ Einen ganz guten Eindruck bekommt man über den Trailer:

Mich hat nicht nur die Geschichte von Joe Cross, sondern auch die der weiteren Charaktere beeindruckt. Von deren Beispielen inspiriert musste ich das auch selbst ausprobieren.

Vor dem Start: Der Saftkur-Einkauf

Bevor es richtig los geht, muss eingekauft werden und das nicht zu knapp. Es ist schon erstaunlich was alles so zusammen kommt, wenn man gleich für 2 Personen für 4 Tage einkauft. In Summe haben wir rund 75 EUR ausgegeben. Klingt vielleicht auf den ersten Blick viel, doch wenn man das mal auf „Eine Saftmahlzeit“ herunter bricht geht es irgendwie schon wieder:

75 EUR / 2 Personen = 37,50 EUR / 4 Tage = 9,38 EUR pro Tag.

Wir i.d.R. pro Tag je einen Saft zu den Mahlzeiten gehabt, sowie noch einen weiteren für „zwischendurch“. Somit hat uns eine „Saftmahlzeit“ 2,34 EUR gekostet.

Nützlich oder Überflüssig: Der Saftfasten Plan

Einen genauen Plan hatten wir für unsere Saftfasten Kur nicht. Wir haben am letzten Tag (Freitag Abend) nicht groß fett oder schwerbekömmlich gegessen.  Samstag ging es dann mit dem Glaubersalz los. Die Rezepte haben wir uns erst mühsam zusammen gesucht und die besten für uns kombiniert gestellt. Von den Rezepten haben wir dann auch unseren Einkaufszettel abgeleitet. Die Reihenfolge der Rezepte ist dabei relativ willkürlich. Morgens gibt es meist einen etwas fruchtigeren Saft, Mittags bzw. Abends dann mehr mit Gemüse. Ebenfalls stand für den Abend dann die Gemüsebrühe auf dem Speiseplan, die wir in einer größeren Menge gleich vorgekocht haben.

Generell kann man die Tage wohl aber ganz nach Lust und Laune gestalten. Um den Ablauf noch etwas einfacher zu gestalten, kann man sicher auch noch auf weniger Saftrezepte zurückgreifen, diese dann einfach häufiger wiederholen.

Saftfasten Rezepte zum nachmachen

Der Dreh und Angelpunkt bei beim Saftfasten sind die Rezepte. Nach kurzer Suche findet man unzählige. Wir waren regelrecht erschlagen und haben uns unsere Favoriten herausgesucht. Diese findet ihr unten zu den Tagen unserer Kur jeweils mit Zutaten aufgeführt. Generell haben wir bei den Saftrezepten die Menge auf 2 Personen gerechnet. Mengenmäßig hatten wir je Saft rund 0,75 bis 1 Liter Saft, also rund 1,5 Gläser für jeden.

Das schöne an den Saftrezepten ist: Jeder kann sie je nach Geschmack beliebig anpassen. Gerade z.B. mit Ingwer lässt sich super bei der Menge experimentieren. Zunächst empfiehlt sich hier etwas vorsichtiger zu sein und sich langsam an die persönliche „Lieblingsdosis“ heranzutasten. So erhält man in den unterschiedlichen Saftrezepten eine ganze angenehme schärfe.

Samstag, 1. Tag

Samstag ging das Saftexperiment los. Der Einkauf ist erledigt und es stehen keine Termine auf dem Plan. Ideal um in die nächsten 4 Tage mit Saft und etwas Gemüsebrühe zu starten!

Alles muss raus: Der Glaubersalz „Shake“

Es ist nicht wirklich lecker. Auch ist die erste Begegnung mit Glaubersalz auch etwas eigenartig. Aber, was muss das muss. Für rund 5 EUR bekommt man die 100g Dose die für auch zwei Personen vollkommen ausreicht.

Etwa 500ml lauwarmes Wasser werden mit gut zwei Esslöffeln Glaubersalz gemischt. Dann nur noch kräftig rühren bis sich alle Glaubersalzkristalle aufgelöst haben und runter damit. Schluckweise haarscharf am Brechreiz 😉 Ok, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Im Anschluss schön weiter 2 bis 3 Gläser Wasser im Laufe der nächsten halben Stunde.

„Karotten-Klassiker“ (Spätes Frühstück)

  • Äpfel
  • Karotten
  • 1 kl. Stk. Ingwer

Der einfache und schnelle Saft aus ein paar Äpfeln und Kartotten, abgeschmeckt mit einem Stück Ingwer ist der Klassiker. Den ausgesprochen leckeren Saft machen wir uns auch so immer mal wieder. Das Verhältnis von Äpfeln zu Karotten kann man gut 50/50 machen, oder je nach Geschmack anpassen. Der Ingwer rundet das ganze ab und sorgt (wie bei vielen weiteren Säften) für die besondere Note.

„Gute Lauen“ (Mittag)

  • 1/2 Honigmelone
  • 2 Äpfel
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1/2 Spitzkohl (Wirsing geht auch)

Leicht fruchtig, nicht zu süß voll lecker!

„Heiße Tomate“ (Abend)

  • 1 Pfund Tomaten
  • 1 kl. Stk. Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Hand voll Karotten
  • kochendes Wasser

Saft in warm kann man auch machen. Hat etwas von einer Tomatensuppe nur etwas dünner 😉 Dafür aber gar nicht so unlecker. Toll ist das Rezept auch gerade weil ja sonst (abgesehen von mal einem Kreutertee und der Brühe) alles kalt ist. Von daher eine angenehme Bereicherung für das Saftkur-Rezepte-Repertoir.

Highlight am Abend: Die Gemüsebrühe

Neben den Säften zu den Mahlzeiten gab es am Abend meist noch eine Gemüsebrühe. Der Geschmack und die Würze waren quasi ein Highlight des Tages 😉 Für einen Zeitraum von 4 Tagen und 2 Personen reicht schon ein großer Topf und man hat genug für die Abende. Einfach 1 bis 2 Bund Suppengrün, etwas Öl und schon ist die Gemüsebrühe fertig. Nur: Nach dem kochen wird das Gemüse durch ein Sieb abgegossen und man behält die klare Brühe ohne Festes.

 

Sonntag, 2. Tag

Tropic Forrest (Frühstück)

  • 1/2 Ananas
  • 500g Heidelbeeren
  • 2 Kiwi
  • 1 Birne
  • 250ml Kokusnusswasser
  • 2 Hände voll Minze

„Kohl meets Melone“ (Mittag)

  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1/2 Melone
  • 4 Äpfel
  • 1/2 Spitzkohl

Beschreibung

„Mango Time“ (Nachmittag)

  • 400g Karotten
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1/2 Mango
  • 1/2 Honigmelone
  • ein paar Tropfen Speiseöl

Beschreibung

„Saft to Go“ (Abend)

Da wir am Abend noch unterwegs waren, gab es ausnahmsweise ein Smoothie to Go. Die Flaschen der true fruits Smothies lassen sich super für den Transport der eigenen Säfte nutzen. Für den kommenden Montag fehlten uns nämlich noch 2 Flaschen.

Montag, 3. Tag

„Exotik trifft Rübe“ (Frühstück)

  • 2 Papaya
  • 600g Karotten
  • 2 Limetten
  • 1 Bund Minze (15 Blätter)

Sehr sämig und cremig.

„Himmel und Erde“ (Mittag)

  • 4 Tomaten
  • 2 Äpfel
  • 2 Bund Petersilie (oder Koriander)
  • 1-2 Fenchelknollen
  • 1 Gurke

Beschreibung

Titel (Nachmittag)

  • Zutaten
  • Zutaten

Beschreibung

„Rote Bombe“ (Abend)

  • 6 rote Paprika
  • 1 Mango
  • 2 Limetten
  • 1/4 rote Zwiebel
  • 6 Zweige Petersili

Wow ist der cremig schaumig lecker! Und die Farbei.. wow!

Dienstag, 4. Tag

„Grüne Überraschung“ (Frühstück)

  • 5 Äpfel
  • 1/2 Ananas
  • 3 Hände voll Spinat
  • 1 Limetten/Zirone
  • 1/2 Gurke
  • 1 kl. Stk. Ingwer

Relativ süß, dabei cremig und weich. Überrascht mit einer leicht feurigen Schärfe durch den Ingwer, je nach Portionierung.

Australisches Gold (Mittag)

  • 1 Ananas
  • 2 gelbe Paprika
  • 2 Zitronen
  • 2 kl. Stk. Ingwer

„Red Power“ (Abendessen)

  • 2 Äpfel
  • 2 Rote Beete
  • 2 Orangen
  • 1 Zitrone
  • 6 Zweige Petersilie
  • 2 Staudensellerie Stangen

Beschreibung

Saftkur Fazit


Das Video mit allen Fragen und Antworten, inkl. praktischer Timeline in der Videobeschreibung. Via Klick gelangst du direkt zur Antwort die dich am meisten interessiert:

Die Video-Timeline

  • 0:22 Wie lange hast du die Saftfastenkur gemacht?
  • 0:58 Wie viele Säfte (und welche Rezepte) pro Tag?
  • 1:36 Tatsächlich nur Saft und sonst nichts?
  • 2:10 Und wie macht man das unterwegs/im Büro?
  • 2:37 Welchen Entsafter nutzt du?
  • 3:35 Wie teuer ist (der Einkauf etc) Saftfasten?
  • 4:16 Wie geht es nach der Saftfastenkur weiter?
  • 5:20 Angst vor dem JoJo-Effekte?
  • 6:53 Saftkur & Fasten, wie fühlt man sich?
  • 7:29 Wie viele kcal hast du zu dir genommen?

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